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Gebrauchte Notfallausrüstung Lawine

Der heurige Winterstart hat uns eiskalt erwischt. Bereits Ende November konnten die ersten Tiefschneetage genossen werden. Zu einer Zeit, die man normalerweise dazu nützt, um seine Freeride- bzw. Tourenausrüstung für den kommenden Winter vorzubereiten, war der frische Pulver bereits angerichtet. Und die Zeit zur Vorbereitung wurde knapp.

Zu dieser Vorbereitung gehört auch das Überprüfen und bei Bedarf Ergänzen der Notfallausrüstung Lawine. Die sogenannte Standardausrüstung besteht aus LVS-Gerät, Lawinenschaufel und Lawinensonde. Mittlerweilen haben sich die aufblasbaren Notfallsysteme auch preislich soweit entwickelt, dass man diese sogenannten Lawinenrucksäcke zur standardmäßigen Notfallausrüstung zählen darf.

Die meisten Ausrüstungsgegenstände funktionieren rein mechanisch, wobei es sowohl bei Rucksäcken als auch bei Sonden mittlerweile elektronische Features gibt. Der einzige vollständig elektronisch arbeitende Ausrüstungsgegenstand ist das LVS-Gerät. LVS steht für „Lawinenverschüttetensuchgerät“. Und nicht für „Lawinensuchgerät“ , wie in Medien oft fälschlicherweise beschrieben wird. Hätten wir nämlich das eine, würden wir das andere nicht mehr brauchen.

Zurück zum eigentlichen Thema. Die Investitionen in die Notfallausrüstung Lawine kann das Budget von Wintersportlern stark belasten. Nur selbstverständlich ist es dann, dass auch dafür diverse digitale Gebrauchtwarenplattformen durchstreift werden. Gebrauchtwaren, insbesondere bei einem Privatankauf, können Mängel aufweisen. Bei mechanischen Systemen ist eine Funktionskontrolle schnell und einfach durchzuführen. Bei elektronischen Geräten kann das lücken- und tückenhaft sein.

Gebrauchte LVS-Geräte:
Wir wollen hier nicht der Industrie das Wort nehmen, haben wir doch selbst mal als abgebrannte Freerider mit Bekleidung vom Baumarkt angefangen. Jedoch wollen wir dringend darauf hinweisen, dass der Kauf von gebrauchten LVS-Geräten nicht zu empfehlen ist. Etwaige Funktionsstörungen sind für Laien nicht immer sofort und eindeutig identifizierbar.

Ein LVS-Gerät sendet ein Signal, welches im Falle einer Verschüttung der LVS-tragenden Person von einem anderen LVS-Gerät empfangen werden kann. Dadurch ist eine verschüttete Person lokalisierbar. Dieser gesamte elektronische Funktionsumfang eines LVS-Gerätes ist technisch komplex und die Entwicklung und Produktion unterliegt sehr strengen Richtlinien.

Zur vollständigen Aufrechterhaltung der gesamten Betriebssicherheit gehört auch die richtige Wartung und Lagerung. Gewissheit darüber hat man nur, wenn man sein eigenes, beim Fachhandel gekauftes Gerät, verwendet. Leihgeräte sollen nur von entsprechend professionellen Anlaufstellen geliehen werden (Bergführer- oder Skischulbüros, Fachhandel, u.ä.)

Es darf keine Ausrede geben, dass man mit fehler- oder lückenhafter Ausrüstung unterwegs ist. Weder ein knappes Budget noch ein vorschneller Winterbeginn darf uns davon abhalten, richtig vorbereitet unterwegs zu sein.

Fragen zu diesem Thema beantwortet SNOWHOW jederzeit gerne. Auf entsprechende Emails reagieren wir in der Regel innerhalb von 2-3 Tagen.

Weiterhin viel Spaß im Schnee

Das Team von SNOWHOW

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Powder im Spätherbst

Nach zwei sehr schneearmen Wintern ist der Hunger nach Powder groß. Der momentane Spätherbst versorgt uns bereits mit stattlichen Mengen an Neuschnee. Auf den Gletschern kann man die ersten Tiefschneeabfahrten erleben, wie man sie in den letzten beiden Wintern nur mit viel Glück und viel Suche vorgefunden hatte.

Allerdings ist die Planung und Entscheidungsfindung für Freerider und Tourengeher abseits der Pisten momentan noch voller Tücken. Eine Grundregel der regelbasierten Lawinenkunde empfiehlt, je nach Lawinenwarnstufe auf gewisse Hangneigungen zu verzichten (Bsp. Lawinenwarnstufe 2 – nicht steiler als 40°). Aktuell gibt es jedoch noch keinen Lawinenlagebericht. Das mag die Planung und Entscheidungsfindung vielleicht schwierig bis unmöglich erscheinen lassen. Aber mit etwas lawinenkundlichem Wissen und Vernunft ist es kein Problem, trotzdem in den Genuss des frischen Pulverschnee zu kommen.

Ausgangssituation:
Im Blog des Lawinenwarndienstes Tirol wird hochalpin (Gletscherschigebiete) die Möglichkeit von Schneebrettauslösungen besprochen. Relativ viel Neuschnee in den letzten Tagen (bis zu 1 m)  und starker Wind sind die Grundlage zur Bildung von Schneebrettern. Teilweise, abhängig von Höhenlage und Exposition, hat sich bereits Oberflächenreif gebildet, der heute Nacht wieder eingeschneit wird. Diese Mischung ist brisant. Weiter unten, in niedrigeren Lagen, entlang und unterhalb der Waldgrenze, fiel der Neuschnee auf Almen und Wiesen und hat noch keine gute Bindung zum Untergrund. Das Abgleiten der Schneedecke ist in diesen Höhenlagen eine nicht zu unterschätzende, aktuelle Gefahr.

Freeride- und Tourenmöglichkeiten:
Statistisch ist die Auslösung von Lawinen unter einer Hangneigung von 30° unwahrscheinlich. Der Verzicht auf Abfahrten sowie Aufstiege unterhalb dieser Hangneigung ist auch ohne Lawinenlagebericht planbar und leicht umzusetzen. Nicht vergessen darf man dabei die Einzugsgebiete, also Geländekammern mit Hangneigungsbereichen über 30° und viel Schnee.

Achtung Gletscher!
Die Gletscherschigebiete sind momentan die logische Wahl, um den Neuschnee zu genießen. Aber auch wenn man sich unterhalb einer Hangneigung von 30° aufhält und die Lawinengefahr weitestgehend unwahrscheinlich ist, bleibt die Gefahr von Gletscherspalten. Die Abdeckung der Gletscherspalten ist noch sehr gering, allerdings schon genug, um Spalten nicht mehr zu erkennen. Fährt man über eine solche Schneebrücke, kann es zum Durchbrechen und in Folge zu einem Spaltensturz kommen. Ein Spaltensturz endet in den allermeisten Fällen tödlich.

Kartenmaterial und Infos:
Auf unserer Webseite www.snowhow.info sowie in unserer Freeride-App findet man digitales Kartenmaterial. Darin kann man die Ebene Hangneigung aktivieren. Ab 30° Hangneigung gilt für alle weiteren 5° eine eigene Farbe (30°|35°|40°|über 40°). d.h., alle Bereiche ohne Farbcodierung sind weniger steil als 30°.

Es klingt nun alles komplizierter als es ist, und trotzdem ist es schwieriger in die Praxis umzusetzen als man denkt. Gerne erklären unsere Bergführer diese Themen (und noch mehr) bei unseren kostenlosen Workshops Lawine. Wir haben nicht mehr viele Plätze frei, aber wer schnell ist kann noch mitmachen.

Hier geht’s zur Workshop-Anmeldung: https://snowhow.info/cms/portfolio/freeride/

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Wer – Was – Wann – Wie – Wo?

Wir sind der Verein zur Förderung von Bildung und Sport. Unser Team besteht aus über 20 staatlich geprüften Berg- und Skiführer, die alle eine mehrjährige international anerkannte Ausbildung absolviert haben und gerne ihr Wissen an dich weitergeben, damit du Sommer wie Winter viel Spaß am Berg bei wenig Risiko haben kannst.

Mit dem Begriff xHow fassen wir unsere derzeit 3 Projekte zusammen: Bei SnowHow geben wir in zahlreichen Schullawinenkursen und kostenlosen Workshops lawinenkundliches Wissen weiter und wertvolle Tipps zum richtigen Verhalten im Backcountry. Bei ClimbHow gehen wir an den Fels und zeigen Interessierten, worauf es dort in Punkto Gefahren und Risikomanagement ankommt. Wir nehmen aber auch Kletter-Neulinge mit und stecken sie gerne mit unserem Fieber für die Vertikale an. BikeHow wird sich ab dem Frühjahr 2018 allen abfahrtsorientierten Moutainbikern widmen und in Workshops Fahrtechnik- sowie Sicherheitstipps weitergeben.

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Hol‘ dir wertvolle Tipps!

Der Winter steht vor der Türe, und viele Powder hungrige scharren schon mit den breiten Latten vor der Türe. In den Gletscherskigebieten ist die Saison auch schon in vollem Gange. Damit ihr am Berg keine gefährlichen Fehler macht und immer gut ausgerüstet mit Informationen ins Abenteuer Backcountry startet, wollen euch unsere staatlich geprüften Berg- und Skiführer hier wertvolle Tipps und Hinweise zur Risikovermeidung geben. Außerdem findet ihr in diesem Blog alles, was am Berg nicht nur wichtig ist, sondern auch auch interessieren könnte und euren Spaßlevel hebt.

Gerne dürft ihr euch auch in die Diskussion einbringen. Aber bitte bleibt fair und lasst andere Meinungen auch gelten!

Euer SnowHow-ClimbHow-BikeHow Team

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